>

Die Sonderausstellungen werden im jährlichen Wechsel zu einem Thema mit  regionalem Hintergrund erarbeitet.
Sie sind von Mai bis Anfang  November zu sehen.
Grundlage ist der reichhaltige Museumsbestand, der  durch zahlreiche Leihgaben aus der Umgebung ergänzt wird.
In der  Weihnachtszeit - Dezember / Januar - gibt es eine Winterausstellung, meist etwas “fürs Gemüt”, und immer rund um die historische Museumskrippe aufgebaut.

Wie immer liegt ein Suchspiel bereit, beim Aufstöbern der Spielkarten sind viele interessante Sachen zu entdecken!

Wir sind schon mitten drin in den Vorbereitungen, ab 6. Mai ist dann die neue Sonderausstellung zu sehen:

bewegt durch die Vergangenheit

unterwegs in der Vergangenheit
ist unser Heimatmuseum seit 110 Jahren. So lange schon sammeln wir. Viele Stücke werfen Schlaglichter auf Umstände und Anlässe von Reisen und illustrieren gesellschaftliche und technische Veränderungen von Fort-Bewegung. Eine interessante Reise durch die Vergangenheit wollen wir daraus zusammenstellen.

Auch wenn es mühsam und kostenintensiv war, Mann und Frau waren unterwegs. Aus den Dörfern zu Fuß nach „Eadi“ oder „Nearli“, aufs Amt, in die Apotheke oder auf den Markt.

Für Arbeit oder Ausbildung ging es weiter weg. Ob Gesellenwanderung, eine Stellung in der Stadt oder Montagearbeiten, man kam herum! Pilgerreise, Kuraufenthalt, Bildungs- oder Lustreise – Gelegenheiten für einen Ausflug in die weite Welt boten sich genug.

Postkutsche_1924_kl

zu Fuß und per Pferdekraft
Das Wandern ist des Müllers Lust…“- Handwerksgesellen legten während ihrer Ausbildung weite Strecken zurück. Die Oettinger Wanderordnung von 1785 sah für die Glaser beispielsweise Prag und Venedig vor. Sie waren wie die meisten Reisenden zu Fuß unterwegs, denn wer konnte sich eine eigene Kutsche samt Pferdegespann leisten?

Die Postlinie bot schon vor Jahrhunderten Mitfahrmöglichkeit, mindestens zwei Eilwagen kamen täglich beim Posthalter vorbei. Das Geld für die Postkutsche hatte nicht jeder Reisende. Bis 1926 lenkte der Postillion sein Gefährt durch das Zwingertor in die Stadt. Von da an sorgte die „Landpostverkraftung“ für Transport per Postomnibuslinien.

ab mit Dampf
Die Bahn ging in Oettingen schon früh ab. 1849 brachten die Dampfwagenzüge der Ludwig Süd-Nord-Bahn den Anschluss an die große weite Welt. Schnell und bequem, für Vieh, Waren und Menschen: Anfänglich mit Misstrauen betrachtet, etablierte sich die Eisenbahn mit täglich mehreren Verbindungen nach Nürnberg und Augsburg. 1882 dauerte die Fahrt nach Augsburg rund zwei Stunden, die nach München 90 Minuten länger. Die Bahn beförderte das Fortkommen und das Auskommen der Einheimischen: Viele Rieser Familien hatten einen „Eisenbahner“ in der Verwandtschaft.

mit dem Auto mobil
Individuelle Mobilität ermöglichten Autos, allerdings setzten sie sich nur allmählich durch. Der Arzt Dr. Koch gehörte zu den wenigen frühen Autobesitzern Oettingens und nutzte bereits 1908 ein Automobil samt Chauffeur statt Kutsche und Kutscher.

1931 scheint es gerade einmal 31 Kraftfahrzeugbesitzer in der Stadt gegeben zu haben. Noch in den 1950er Jahren waren vor allem Fahrräder und Krafträder erschwinglich. Erst in den 1960ern ermöglichte das Wirtschaftswunder die Massenmotorsierung. Jetzt wurden Urlaubs- und Ausflugsfahrten für viele üblich.

logo

ÖFFNUNGSZEITEN: Mittwoch bis Sonntag (und alle Feiertage) 14 - 17 Uhr - und jederzeit nach Vereinbarung

Pep_a

Geschichte mit

Treten Sie doch
einfach unserem
Verein bei !!!

zuletzt aktualisiert
20.2.2018